Aus dem Projekt Lückenliste und anderen Projekten des Netzwerks entstanden Ausstellungen und Interventionen in Museen und Bibliotheken, zuerst 2023 in Frankfurt/Main, zuletzt 2026 in Berlin. Die Ausstellungen machen die Lückenliste anders erkundbar, kontextualisieren Praktiken der Marginalisierung Kanonisierung und vermitteln Ideen zu Verbreiterung des Kanons. Sie stellen – auch mit bisher nicht oder zu wenig gezeigten Schätze universitärer und musealer Sammlungen – Texte vor, die es sich zu lesen lohnt. Lehrende, Studierende, Schüler:innen und Lesende sind eingeladen, ihre Lektürepraxis zu hinterfragen und Neues zu entdecken. Mit Führungen und Veranstaltungen rund um die Ausstellungen sucht das Netzwerk die Diskussion und das Gespräch.
Zu den Ausstellungen in Frankfurt a.M., Marburg, Berlin und Düsseldorf:
- “Was lesen? Verdrängte Texte wiederentdecken” (2026, Kulturwerk der Stabi Berlin, kuratiert von Martina Wernli und Esther Köhring) // english translation: “Reading the Unread. Rediscovering Literature”
- Installation als Teil der Ausstellung „Aus dem Schatten. Katharina Kippenberg und Frauen der Goethezeit” (kuratiert von Francesca Fabbri) (4.6.-6.12.2026, Goethe-Museum Düsseldorf, Installation kuratiert von Martina Wernli und Esther Köhring)
- “Was kommt nach Goethe und Schiller? Eine Ausstellung in den Vitrinenkuben der UB Marburg. ‚Vergessene’ Texte und wie wir den Literatur-Kanon feministisch weiterdenken können“. (2024, Universitätsbibliothek Marburg, kuratiert von Jessica Finger, Martina Wernli und Esther Köhring)
- “Von Listen und Lücken. Lektüren und Empfehlungen” (2023, Schopenhauer-Studio der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, kuratiert von Martina Wernli und Esther Köhring)